Familienforschung
Gottsleben — Gayes — Engelbarts


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(Johann) Georg Gottsleben (1796-1843)

Schulmeister in Helmsdorf
 

Johann Georg Gottsleben (* 01.04.1796 in Rüstungen; † 03.11.1843 in Helmsdorf) war von 1824 bis 1842 Schullehrer in Helmsdorf. Damals begannen die zukünftigen Lehrer ihre Ausbildung mit einer Lehre bei einem alten Schulmeister, dem sie bald die Berufsarbeit ganz oder teilweise abnahmen. Neben ihrer praktischen Lehrzeit wurden die Kandidaten dann im Lehrerseminar Heiligenstadt auf ihr Amt vorbereitet. Sie besuchten mindestens ein halbes Jahr lang allwöchentlich das Seminar und verweilten dort ein paar Tage. Die Unterweisung des Normallehrers erstreckte sich auf die Lehrfächer der Landschulen, auf »Lebensklugheit«, d.h. richtiges Verhalten gegen die Obrigkeiten und die Gemeindeamtsmitglieder, und auf Technik des Unterrichts. Befähigte Kandidaten lernten auch etwas Geographie, Naturgeschichte, Gesundheitslehre, Ökonomie (besonders Baumzucht) und praktische Geometrie. Nach Schluss des Kursus fand eine Prüfung statt, über die Zeugnisse erteilt wurden. Die Kandidaten kehrten dann aufs Land zurück und übten sich gelegentlich im Unterrichten. Wurden Lehrerstellen frei, so meldeten sie sich bei der Landesschulkommission, in deren Hand die Besetzung lag.
    
Johann Georg Gottsleben unterrichtete nicht nur die Helmsdorfer Kinder, sondern versah auch den Küster- und Organistendienst, führte die Kirchenbücher und fertigte die Kirchenrechnung aus. Für die Jahre 1800 bis 1827 erstellte Johann Georg Gottsleben eine Chronik von Helmsdorf, die Pfarrer Wilhelm Klingebiel im Literaturverzeichnis seiner 1926 erschienene »Chronik von Helmsdorf« erwähnt.

    Chronik von Helmsdorf
(Abgedruckt ist eine von Georg Gottsleben
verfasste Chronik über Helmsdorf
für die Zeit von 1800-1827)

    Johann Georgs Vater Nikolaus Gott[e]sleben (* 12.10.1759 in Rüstungen; † 3.1.1822 in Rüstungen) war Raschmacher (Lanarius = Wollarbeiter, Weber. Rasch ist ein grobes Wollgewebe, spätmittelhochdeutsch nach der französischen Stadt Arras) in Rüstungen, seine Mutter Katharina Elisabeth (* 22.11.1764 in Rüstungen) ist eine geborene Hartmann.

    Nach dem Tod seiner ersten Frau Anna Maria Aschenbach (* 09.17.97 in Wachstedt; † 30.08.1821 in Wachstedt; ihre gemeinsame Tochter Margaretha Elisabeth verstarb im Alter von 8 Monaten 1820 an »Brustfieber«) heiratete Johann Georg Gottsleben im Jahre 1823 Theresia Juliana Marx (* 01.06.1803 in Wachstedt; † 11.12.1863 in Helmsdorf). Aus der Ehe mit Theresia Juliana gingen sieben Kinder hervor, von denen drei Mädchen früh verstorben sind. Auch die vierte Tochter Marianne (* 10.06.1839 in Helmsdorf; † 13.10.1867 in Helmsdorf) starb bereits mit 28 Jahren. Von den drei Söhnen wurden Martin und Joachim ebenfalls Lehrer, Lorenz erlernte das Schneiderhandwerk und wanderte 1857 als Geselle nach Amerika aus.

Johann Georg Gottslebens
Lebensorte

* Rüstungen * Helmsdorf

Helmsdorf

bullet Helmsdorf zählt mit zu den ältesten Orten des Eichsfeldes.
bullet Im Jahre 1162, als Graf Ernst von Gleichen das Kloster Reifenstein gründete, schenkte er dem Kloster auch Besitzungen in der Flur von »Helmbrechtesdorff«, wie der Ort in der Urkunde genannt wurde. Ohne eine genaue Datierung wurde der Ort allerdings schon in einer Urkunde vor dem Jahre 900 genannt.
bullet Eine Pfarrkirche wird in Helmsdorf bereits in einer Urkunde aus dem Jahre 1283 erwähnt.
bullet Die jetzige Pfarrkirche »St. Peter und Paul« wurde im Jahre 1708 errichtet und 1933 wesentlich umgebaut. Sie enthält, wie viele Eichsfelder Dorfkirchen, einen barocken Hauptaltar, Nebenaltar und Kanzel. Besonders interessant ist auch der gotische Taufstein aus dem 14. Jahrhundert.
 

St. Peter und Paul
(Fotos: Die Kirchen im Eichsfeld)

St. Peter und Paul
Hochaltar

 

bullet Nachweislich gibt es seit 1605 das Schulzenamt in der Gemeinde Helmsdorf.
bulletEinwohner im 19. Jahrhundert: 684 im Jahre 1823, 869 im Jahre 1841 und 847 im Jahre 1854. 140 Schulkinder im Jahre 1860.
bullet Das Vorhandensein einer Schule lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Die Lehrer hatten damals nicht nur die Kinder zu unterrichten, sondern versahen auch den Küster- und Organistendienst, führten die Kirchenbücher, fertigten die Kirchenrechnung an und erteilten den Kindern in der Kirche auch Christenlehre. Die Küsterwohnung, die zugleich Schulstube war, wurde im Dreißigjährigen Krieg 1632 von den Weimarschen Truppen zerstört und erst 1654 wieder hergerichtet. In den Jahren 1826/27 wurde ein einstöckiger Neubau für das Schul- und Küsterhaus errichtet, der westlich von der Kirche auf einer kleinen Anhöhe in der Jakobsgasse (auch Schulgasse genannt) Nr. 7b liegt. Der Helmsdorfer Lorenz Schmidt stiftete 1804 mit 300 Reichstaler der Gemeinde eine Freischule, um von den jährlichen Zinsen das Schulgeld, das für ein Kind damals 4 g. Gr. und 5 Silbergr. betrug, zu bestreiten. Diese Stiftung wurde von dem Lehrer Weidemann angenommen, vom Ortsvorstand genehmigt und am 3. Januar 1805 auf dem Amt zu Dingelstädt unterzeichnet. Der nachfolgende Lehrer Georg Gott[e]sleben war mit dieser Bezahlung aus Stiftungsmitteln nicht einverstanden und forderte für die einzelnen Schulkinder wieder Schulgeld. Die Regierung setzte daraufhin am 11. April 1826 das Schulgeld in folgender Weise fest, »daß ein Kind, welches liest, 18 Silbergr. 9 Pf., ein Kind, welches buchstabiert, 11 Silbergr. 3 Pf., ein Kind, welches lautiert, 7 Silbergr. 6 Pf., in drei Quartalraten und jedes Kind über 9 Jahre noch 2 Silbergr. 6 Pf. jährlich zu bezahlen habe«. Daneben bezog der Lehrer noch jährlich 15 Reichst., die aus dem Stiftungskapital der ehemaligen Freischule stammten und mit der vom Stifter auferlegten Verpflichtung verbunden war, an den Schultagen vor dem Unterricht mit den Kindern für ihn und alle, die auf dem Gottesacker ruhen, zu beten. Weiter standen dem Lehrer als Küster seitens der Gemeinde noch der Nießbrauch einer Gerechtssame am Berntrain zu, das Sprengelgeld, in natura die »Gründonnerstags-Eier« und 31 Neuscheffel und 2 9/10 Liter Schulkorn sowie die Nutzung des Küstergehöftes mit dem Küstergarten.
Inhaber der Küster- und ersten Lehrerstelle waren bis Ende des 19. Jahrhunderts: Hengkel, 1652 in der Kirchenrechnung genannt. Im selben Jahr kam Michael Kohlrauß, aus Bickenriede gebürtig, als Schullehrer nach Helmsdorf. Adam Hentrich wird 1684 als Kirchendiener oder »Kirchner« aufgeführt. 1701 wird Fritz Schmidt als »aeditus Helmsdorfensis« (Küster von Helmsdorf), im Sterberegister namhaft gemacht. Desgleichen wird 1734 Georg Pferner als »aeditus« aufgeführt. Dessen Sohn Nikolaus Pferner war Schullehrer zu Zella. 1774 kommt ein Joachim Weinreich mit der Benennung »Scholasticus« (Schullehrer) vor. Von jetzt ab ist die Reihenfolge der Inhaber der Lehrer- und Küsterstelle ununterbrochen: Georg Wilhelm Siebert 1782 bis 1800, gestorben am 8. Juni 1800. Johann Michael Weidemann, 1800 bis 1824, wurde anschließend nach Wachstedt versetzt. Georg Gott[e]sleben, 1824 bis 1842; nach seinem Tode verwaltete sein Sohn Martin Gott[e]sleben die Schulstelle 2 Jahre lang und wurde dann nach Silberhausen versetzt. Ihm folgte Christoph Fischer, der von 1845 bis 1856 Lehrer war. Als Fischer wegen des geringen Gehaltes nach Amerika auswanderte, übernahm Friedrich Trappe von 1856 bis 1879 die Lehrerstelle. Trappe starb am 25. Mai 1879 in Helmsdorf. Die Lehrer von Silberhausen und Zella versahen die Helmsdorfer Schulstelle bis zum 1. Oktober 1879. Die Schulstelle wurde nach dem 1. Oktober 1879 neu besetzt mit Georg Hentrich aus Niederorschel. Hentrich wurde als tüchtiger Orgelspieler gerühmt und war Lehrer bis zu seinem Tod am 16. Januar 1890.
bulletDas Wappen der Gemeinde Helmsdorf zeigt in grünem Schild eine goldene bewurzelte Linde, belegt mit rotem Herzschild mit einem silbernen Kreuz auf einem silbernen, oben halbrunden Stein. Dieses Ortswappen geht in heraldische Umsetzung auf ein bereits aus dem Jahre 1879 stammendes Siegelmotiv zurück, das eine in der Ortslage befindliche Linde mit davor stehendem Steinkreuz darstellt.

Literatur

bullet Wilhelm Klingebiel: Chronik von Helmsdorf. Reprint der Orig.-Ausg. Dingelstädt (Eichsfeld), Heinevetter, 1926 / mit Erg. für die Jahre 1926 - 1958 sowie Erg. bis 1993 von August Siebert. Duderstadt : Mecke, 1993.
bullet

Helmsdorf, St. Peter und Paul. In: Die Kirchen im Eichsfeld. Kirchen und Kunstführer. 2., bearb. u. erw. Aufl. Hrsg. vom Verein für Eichsfeldische Heimatkunde e.V. u. vom Heimatverein Goldene Mark (Untereichsfeld) e.V. Duderstadt: Mecke, 2011, S. 167.

Kinder von Johann Georg
und Theresia Juliana Gottsleben

(Johann) Martin Gottsleben (um 1885)
* 16.12.1824 in Helmsdorf
† 30.07.1889 in Wachstedt
Schullehrer, Küster, Organist

 

Joachim Gottsleben (um 1900)
* 15.12.1828 in Helmsdorf
† 12.08.1914 in Nordhausen
Hauptlehrer

 

Lorenz Gottsleben (um 1890)
* 25.12.1836 in Helmsdorf
† 15.08.1913 in O'Fallon, Missouri
Schneidergeselle, 1857
nach Amerika ausgewandert

Wohnort um 1890: St. Charles, bei St, Louis, Missouri. In St. Genevieve, St. Genevieve, Missouri wird 1880 bei der Volkszählung ein Laurence Gottsleben, geb. 1838 in Sachsen, aufgeführt. Beruf "School teacher", Alter 42, verheiratet mit Mary, geb. 1839 in Missouri, ihre Eltern stammen aus Westfalen. Im "County History Jefferson Center (Jefferson College Library), Hillsboro, Missouri" finden wir in den Akten des Nachlassgerichts ("Probate") unter Nr. 3719 "Gottsleben, Lawerence (Lorenz)". Die Akten beginnen in den 1820er Jahren. - Rückseite des obigen Fotos mit handschriftlicher Notiz
"SB. Here is my picture. Let it be taken in St. Charles if you like. - Large type is the best. LG."

Familie
Andreas Gottsleben
(Stammliste)

0.1 GOTTSLEBEN Andreas rk
* um.1635 † 16.11.1700 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin S1700/217/04 KB

Eintrag im Kirchenbuch (Sterbefälle) "Andreas Gottsleben, verh.". Noch geklärt werden muss, ob Andreas mit Anna Gottsleben (rk, 81 J., * 1634 R, + 19.07.1715 Rüstungen, ± 20.07.1715 Rüstungen/Eichsf. Urk.: Rüstungen/Eichsf. St. Martin S1715/156/03 KB) verheiratet war (beim Sterbeeintrag von Anna sind weder Personenstand noch Partner angegeben). Bruder (?): Joannes (Hansen) Gottsleben (rk, 71 J., * 1635 R, + 12.09.1706 Krombach, ± 13.09.1706 Rüstungen/Eichsf. Urkunde: St. Martin S1706/150/07 KB).

oo
N.N. rk

1. Gottsleben Johann * 28.10.1666 Krombach/Eichsfeld

Bei der Taufe Eintrag im Kirchenbuch <Joannes Gottes.>. - Bis zur Einführung der staatlich geführten Standesamtsregister wurden auf dem Eichsfeld, von einer kleinen Phase zwischen 1806 und 1814 abgesehen, Personenstandsaufzeichnungen ausschließlich vom Pfarrer vorgenommen. Bis 1876 wurden die Namen "nach Klang" oder "Lust und Laune" des jeweiligen Pfarrers in die Kirchenbücher eingetragen. An solchen Änderungen hat niemand Anstoß genommen, da die Schreibweise des Namens für die Betroffenen ohne jede Bedeutung war. Die Schreibweise der Vornamen ist noch beliebiger. Die Pfarrer haben die Namen meist in lateinischer Schreibung eingetragen. So nannten sich die Täuflinge später auf keinen Fall. Auch die deutsche Schreibung fand meist keine umgangssprachliche Anwendung.

2. Gottsleben Johann ˜ 12.03.1671 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1671/197/03 KB

Bei der Taufe Eintrag im Kirchenbuch <Joannes Gotzleben>.

3. Gottsleben Nikolaus ˜ 29.04.1674 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1674/199/02 KB > 1.1
4. Gottsleben Johann Philipp 63Jhr 10Mo 3Wo * 14.04.1678 Rüstungen † 08.03.1742 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin S1742/171/04 KB > 1.2

Generation 1


1.1
GOTTSLEBEN Nikolaus rk < 0.1
˜ 29.04.1674 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1674/199/02 KB Lebensort: Rüstungen   
Eltern: Gottsleben Andreas , N.N.

Eintrag im Kirchenbuch "Nicolaus Gotzleben". Pate: "Nicolaus Gotzleben, Eichstruth, m, P. selbiger hatt dem Pfarrherrn wieder 3 Kopfstüche eines anderen ein halbes p 2 praesentia. s. mauttens getan. NS. pro posterii". – Bis zur Einführung der staatlich geführten Standesamtsregister wurden auf dem Eichsfeld, von einer kleinen Phase zwischen 1806 und 1814 abgesehen, Personenstandsaufzeichnungen ausschließlich vom Pfarrer vorgenommen. Bis 1876 wurden die Namen "nach Klang" oder "Lust und Laune" des jeweiligen Pfarrers in die Kirchenbücher eingetragen. An solchen Änderungen hat niemand Anstoß genommen, da die Schreibweise des Namens für die Betroffenen ohne jede Bedeutung war. Die Schreibweise der Vornamen ist noch beliebiger. Die Pfarrer haben die Namen meist in lateinischer Schreibung eingetragen. So nannten sich die Täuflinge später auf keinen Fall. Auch die deutsche Schreibung fand meist keine umgangssprachliche Anwendung.

oo
N.N. rk

1. Gottsleben Dorothea ˜ 07.01.1703 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1703/221/01 KB

Eintrag im Kirchenbuch <Dorothea Gottesleben, Vater: N. Gottesleben>.


1.2
GOTTSLEBEN Johann Philipp 63Jhr 10Mo 3Wo rk < 0.1
* 14.04.1678 Rüstungen † 08.03.1742 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin S1742/171/04 KB Lebensort: Rüstungen   
Eltern: Gottsleben Andreas , N.N.

Vorname im Kirchenbuch <Joannes Philipp> und Vermerk bei der Hochzeit "Adol.".

oo 18.07.1718 Rüstungen  Qu: Rüstungen St. Martin H1718/073/06 KB
ROTH Anna Maria 64Jhr rk
* 1697 † 24.01.1761 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin S1761/003/06 KB
Eltern: Roth Heinrich , N.N.

Kirchenbucheintrag bei der Hochzeit "Virgo" und Sterbeurkunde "Gottesleben nata Roth".

1. Gottsleben Anna Barbara 22Jhr 8Mo 2Wo * 05.06.1719 Rüstungen † 23.02.1742 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin S1742/171/03 KB

Eintrag in der Sterbeurkunde "Virgo, 23 J.".

2. Gottsleben Johann Heinrich 85Jhr 4Mo * 22.10.1722 Rüstungen † 22.02.1808 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1808/01 KB †Urs: Schlag > 2.1

Generation 2


2.1
GOTTSLEBEN Johann Heinrich 85Jhr 4Mo rk Raschmacher < 1.2
* 22.10.1722 Rüstungen † 22.02.1808 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1808/01 KB †Urs: Schlag Lebensort: Rüstungen   
Eltern: Gottsleben Johann Philipp , Roth Anna Maria

Namensvariante <Joannes Heinrich Gottesleben>. Als Vorname mitunter auch nur "Heinrich" genannt. Gestorben 4 Uhr, Witwer 87 Jahre hinterläßt 2 major Kinder. - Zum Beruf "Raschmacher": Rasch = grobes Wollgewebe (spätmhd nach der französischen Stadt Arras). - Bis zur Einführung der staatlich geführten Standesamtsregister wurden auf dem Eichsfeld, von einer kleinen Phase zwischen 1806 und 1814 abgesehen, Personenstandsaufzeichnungen ausschließlich vom Pfarrer vorgenommen. Bis 1876 wurden die Namen "nach Klang" oder "Lust und Laune" des jeweiligen Pfarrers in die Kirchenbücher eingetragen. An solchen Änderungen hat niemand Anstoß genommen, da die Schreibweise des Namens für die Betroffenen ohne jede Bedeutung war. Die Schreibweise der Vornamen ist noch beliebiger. Die Pfarrer haben die Namen meist in lateinischer Schreibung eingetragen. So nannten sich die Täuflinge später auf keinen Fall. Auch die deutsche Schreibung fand meist keine umgangssprachliche Anwendung.

oo <.1747
GIMPEL Anna Katharina rk
* 1718 † 03.08.1774 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1774/008/04 KB Lebensorte:  Rüstungen  

Vorname im Kirchenbuch <Anna Catharina>.

1. Gottsleben Anna Martha * 15.08.1747 Rüstungen > 3.1
2. Gottsleben Anna Maria ˜ 23.04.1750 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1750/233/09 KB > 3.2
3. Gottsleben Anna Margaretha ˜ 25.01.1753 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1753/236/04 KB > 3.3
4. Gottsleben Johann 1Wo 4Ta ˜ 16.04.1756 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1756/002/02 KB † 27.04.1756 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin S1756/021/04 KB
5. Gottsleben Nikolaus 52Jhr 2Mo 3Wo * 12.10.1759 Rüstungen † 03.01.1822 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1822/01 KB †Urs: Auszehrung > 3.4

Generation 3


3.1
GOTTSLEBEN Anna Martha rk < 2.1
* 15.08.1747 Rüstungen
Eltern: Gottsleben Johann Heinrich , Gimpel Anna Katharina

Das Kirchenbuch vermerkt bei der Taufe "primogenita" und bei der Hochzeit "Anna Martha Gottsleben, Virgo".

oo 29.07.1776 Rüstungen  Qu: Rüstungen St. Martin H1776/009/05 KB TZ: Laurentius Schade, Nikolaus (Nicolaus) Gottsleben
GUNCKEL Laurentius rk


3.2
GOTTSLEBEN Anna Maria rk < 2.1
˜ 23.04.1750 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1750/233/09 KB
Eltern: Gottsleben Johann Heinrich , Gimpel Anna Katharina

Kirchenbucheintrag " Anna Maria Gottesleben, Virgo". Anna Maria war Patin von Anna Maria Schade (*09.12.1772 in Rüstungen. St. Martin T1772/019/04; Eltern: Laurentius Schade und Agnes Steinisch).

oo 24.11.1777 Rüstungen  Qu: Rüstungen St. Martin H1777/010/03 KB TZ: Christoph Dreyling (Martinfeld), Carl Wenzel (Rüstungen)
HILLE Johann rk


3.3
GOTTSLEBEN Anna Margaretha rk < 2.1
˜ 25.01.1753 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin T1753/236/04 KB
Eltern: Gottsleben Johann Heinrich , Gimpel Anna Katharina

Eintrag in der Geburtsurkunde der Tochter Anna Catharina "Mutter des Kindes Anna Margaretha Gottesleben, verh.".

oo 06.05.1779 Rüstungen  Qu: Rüstungen St. Martin H1779/011/04 KB TZ: Nikolaus (Nicolaus) Schade, Nikolaus (Nicolaus) Gottsleben
SCHADE Nikolaus rk

1. Schade Anna Katharina * 19.08.1779 Rüstungen

Im Kirchbuch Schreibweise des Vornamens "Anna Catharina".


3.4
GOTTSLEBEN Nikolaus 62Jhr 2Mo 3Wo rk Raschmacher (Lanarius), Gemeinde Einnehmer, Tagelöhner < 2.1
* 12.10.1759 Rüstungen † 03.01.1822 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1822/01 KB †Urs: Auszehrung Lebensort: Rüstungen   
Eltern: Gottsleben Johann Heinrich , Gimpel Anna Katharina

Zur Namensvariante <Gottesleben>: "Der Pfarrer in Rüstungen hat in seiner Mitteilung vom 4.3.1934 den Namen Nikolaus [auch Nicolaus] Gottesleben geschrieben. Entweder ist der Name ursprünglich so geschrieben worden, oder es liegt ein Schreibfehler vor bei der Eintragung seinerzeit ins Kirchenbuch. - Mitteilung des Pfarrers in Rüstungen vom 26.1.1936 zu Nikolaus' Eintragungen im Kirchenbuch: * 12.10.1759: Gottesleben; + 3.1.1822: Gottsleben; oo 4.2.1788: Gottsleben; Eltern von Nikolaus: Gottesleben." Notiz von Franz Joachim Gottsleben. - Bis zur Einführung der staatlich geführten Standesamtsregister wurden auf dem Eichsfeld, von einer kleinen Phase zwischen 1806 und 1814 abgesehen, Personenstandsaufzeichnungen ausschließlich vom Pfarrer vorgenommen. Bis 1876 wurden die Namen "nach Klang" oder "Lust und Laune" des jeweiligen Pfarrers in die Kirchenbücher eingetragen. An solchen Änderungen hat niemand Anstoß genommen, da die Schreibweise des Namens für die Betroffenen ohne jede Bedeutung war. Die Schreibweise der Vornamen ist noch beliebiger. Die Pfarrer haben die Namen meist in lateinischer Schreibung eingetragen. So nannten sich die Täuflinge später auf keinen Fall. Auch die deutsche Schreibung fand meist keine umgangssprachliche Anwendung. - Gestorben um 9.30 Uhr, hinterließ die Gattin, 2 major. u. 1 minor. Kind.

oo 04.02.1788 Rüstungen  Qu: Rüstungen St. Martin H1788/016/03 KB TZ: Johann (Joannes) Hartmann, Heinrich Hartmann
HARTMANN Katharina Elisabeth rk
˜ 22.11.1764 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1764/009/06 KB †  >.1824 Lebensort: Rüstungen   
Eltern: Hartmann Johann Peter , Stöber Sophia

Vorname im Kirchenbuch "Catharina Elisabeth".

1. Gottsleben Dorothea Elisabeth 75Jhr 7Mo 2Wo * 13.04.1788 Rüstungen † 27.11.1863 > 4.1
2. Gottsleben Johann * 05.11.1790 Rüstungen

Liborius Goldmann nennt in seinem Aufsatz "Eichsfelder im Westfälischen Regiment" (Unser Eichsfeld 26 (1931), S. 26) "Helmsdorf: Joh. Gottesleben. Vice Corporal im 5. Westfälischen Infanterie Regiment. Das Regiment hatte am 12. Januar 1813 die Löhnung seiner Soldaten eingestellt. Gott(e)sleben erhält 1823 von seinem ausstehendem Sold noch 6 Taler, 10 Silbergroschen u. 9 Pfennige". Ist dies unser Johann Gottsleben (* 1790)? Vorname im Kirchenbuch <Joannes>.

3. Gottsleben Nikolaus * 13.05.1793 Rüstungen

Eintrag im Kirchenbuch <Nicolaus Gottesleben>.

4. Gottsleben Johann Georg 47Jhr 7Mo * 01.04.1796 Rüstungen † 03.11.1843 Helmsdorf > 4.2
5. Gottsleben Anna Maria 6Jhr 2Mo * 01.02.1799 Rüstungen † 07.04.1805 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1805/04 KB †Urs: abzehrendes Fieber

Eintrag im Kirchenbuch <Anna Maria Gottesleben>. Gestorben um 8 Uhr, 6 Jahre.

6. Gottsleben Johann Heinrich 4Wo * 20.09.1801 Rüstungen † 18.10.1801 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin S1801/019/15 KB

Eintrag im Kirchenbuch <Joannes Heinrich Gottesleben>.

7. Gottsleben Johann Heinrich 2Jhr 6Mo 3Wo * 01.10.1802 Rüstungen † 23.04.1805 Rüstungen Qu: Rüstungen St. Martin 1805/05 KB †Urs: abzehrendes Fieber

Eintrag im Kirchenbuch <Joannes Heinrich Gottesleben>.

8. Gottsleben Daniel 15Jhr * . .1807 † 18.02.1822 Wachstedt Qu: Wachstedt St. Michael S1822/015/07 KB †Urs: Halsentzündung

Daniel verstarb um 14.00 Uhr.

Generation 4


4.1
GOTTSLEBEN Dorothea Elisabeth 75Jhr 7Mo 2Wo rk < 3.4
* 13.04.1788 Rüstungen † 27.11.1863 Lebensort: Rüstungen   
Eltern: Gottsleben Nikolaus , Hartmann Katharina Elisabeth

Quellen: Daten von Ewald Frankenberg, Sterbedatum erhalten von Michael Döring (www.doerings.info) und Daten zur Heirat und zum Kind aus "ancestry.com".

oo 08.01.1827 Rüstungen
RODENSTOCK Johannes Christoph rk Schuhmacher u. Saisonarbeiter in Berlin
* 11.06.1793 Ershausen † 1834 Berlin
Eltern: Rodenstock Daniel , Apel Maria Elisabeth

1. Rodenstock Nicolaus * 19.07.1829 Rüstungen † 19.11.1832 Rüstungen


4.2
GOTTSLEBEN Johann Georg 47Jhr 7Mo rk Schullehrer, Küster < 3.4
* 01.04.1796 Rüstungen † 03.11.1843 Helmsdorf Lebensorte: Rüstungen Helmsdorf  
Eltern: Gottsleben Nikolaus , Hartmann Katharina Elisabeth

Eintrag im Kirchenbuch <Jo'es Georg>. Aus der Ehe mit Theresia Marx entstammen 7 Kinder, von denen 3 Mädchen früh verstorben sind. - Nach der "Chronik von Helmsdorf", Mecke Verlag 1993, war Georg Gott(e)sleben von 1824 bis 1842 Lehrer in Helmsdorf. Dort unterrichtete er nicht nur die Helmsdorfer Kinder, sondern versah auch den Küster- und Organistendienst, führte die Kirchenbücher und fertigte die Kirchenrechnung aus. Für die Jahre 1800 bis 1827 erstellte Johann Georg Gottsleben eine handschriftliche Chronik von Helmsdorf, die Pfarrer Wilhelm Klingebiel im Literaturverzeichnis seiner 1926 erschienene "Chronik von Helmsdorf" erwähnt. - Bei der ersten Ehe war Johann Georg 23 Jahre alt, bei der zweiten 26 Jahre. Zu den Hochzeiten steht im Kirchbuch von 1819: "Eltern stimmen zu" und im Kirchenbuch von 1824 "Mutter willigte ein". Johann Georgs Vater war bereits verstorben. - Johann Georg Gottsleben war Pate von Johann Georg Aschenbach (*16.03.1821, ~17.03.1821 Wachstedt St. Michael T1821/019/12 KB; Vater: Christoph Aschenbach, Wachstedt, Raschmacher; Mutter: Catharina Körner, Wachstedt) und von Johann Georg Lins (*02.04.1822 Wachstedt St. Michael T1822/023/13 KB; Vater: Johann Georg Lins, Wachstedt, Handelsmann; Mutter: Catharina Erhard, Wachstedt). - Johann Georg Gottsleben war Schullehrer. Damals begannen die zukünftigen Lehrer ihre Ausbildung mit einer Lehre bei einem alten Schulmeister, dem sie bald die Berufsarbeit ganz oder teilweise abnahmen. Neben ihrer praktischen Lehrzeit wurden die Kandidaten dann im Lehrerseminar Heiligenstadt auf ihr Amt vorbereitet. Sie besuchten mindestens ein halbes Jahr lang allwöchentlich das Seminar und verweilten dort ein paar Tage. Die Unterweisung des Normallehrers erstreckte sich auf die Lehrfächer der Landschulen, auf "Lebensklugheit", d.h. richtiges Verhalten gegen die Obrigkeiten und die Gemeindeamtsmitglieder, und auf Technik des Unterrichts. Befähigte Kandidaten lernten auch etwas Geographie, Naturgeschichte, Gesundheitslehre, Ökonomie (besonders Baumzucht) und praktische Geometrie. Nach Schluss des Kursus fand eine Prüfung statt, über die Zeugnisse erteilt wurden. Die Kandidaten kehrten dann aufs Land zurück und übten sich gelegentlich im Unterrichten. Wurden Lehrerstellen frei, so meldeten sie sich bei der Landesschulkommission, in deren Hand die Besetzung lag.- Johann Georgs Vater Nikolaus Gott[e]sleben war Raschmacher in Rüstungen, seine Mutter Katharina Elisabeth ist eine geborene Hartmann. - Nach dem Tod seiner ersten Frau Anna Maria Aschenbach heiratete Johann Georg Gottsleben im Jahre 1823 Theresia Juliana Marx . Aus der Ehe mit Theresia Juliana gingen sieben Kinder hervor, von denen drei Mädchen früh verstorben sind. Auch die vierte Tochter Marianne starb bereits mit 28 Jahren. Von den drei Söhnen wurden Martin und Joachim ebenfalls Lehrer, Lorenz erlernte das Schneiderhandwerk und wanderte 1857 als Geselle nach Amerika aus.

oo 18.01.1819 Wachstedt  Qu: Wachstedt St. Michael H1819/003/03 KB TZ: Heinrich Aschenbach, Christoph Aschenbach
ASCHENBACH Anna Maria 23Jhr 11Mo rk
* 09.1797 Wachstedt † 30.08.1821 Wachstedt Qu: Wachstedt St. Michael S1821/013/04 KB †Urs: Auszehrung
Eltern: Aschenbach Johannes , N.N.

Das Kirchenbuch vermerkt zur Hochzeit: "Eltern stimmen zu". Anna Maria verstarb um 01.00 Uhr und hat einen Gatten hinterlassen.

1. Gottsleben Margaretha Elisabeth 8Mo 4Wo * 22.07.1819 Wachstedt Qu: Wachstedt St. Michael T1819/013/18 KB † 19.04.1820 Wachstedt Qu: Wachstedt St. Michael S1820/009/18 KB †Urs: Brustfieber

oo 2 23.02.1824 Wachstedt  Qu: Wachstedt St. Michael H1824/009/15 KB TZ: Laurentius Gasmann, Weidemann
MARX Theresia Juliana 60Jhr 6Mo 1Wo rk
* 01.06.1803 Wachstedt † 11.12.1863 Helmsdorf Lebensorte: Wachstedt Helmsdorf  
Eltern: Marx Johann Franz , Fromm Johanna

Eintrag im Kirchenbuch <Joanna>. - Franz Joachim Gottsleben hatte Mitte der 1930er Jahre mit der Erstellung eines Stammbaumes der Familie Gottsleben begonnen. Dort heißt es bei der Eintragung von Theresia Marx: "Nach Mitteilung des Pfarrers in Wachstedt (Poststempel 8.3.1934) soll das Kind von Joh. Franz Marx Juliana, nicht Theresia heißen. Theresia soll nur einen Monat alt geworden und am 3. März 1793 gestorben sein. Die ihre Mutter überlebenden Söhne, Martin und Joachim, haben, wenn sie von ihrer Mutter sprachen, jedoch immer nur den Namen Theresia genannt." Nach einer Mitteilung des Pfarrers Klingbiel vom 15.3.1934 an den Pfarrer Weinreich in Rüstungen wurde dann der Name Theresia bestätigt: Mutter von Johann Martin Gottsleben ist Theresia, geb. Marx, gebürtig aus Wachstedt ist in Helmsdorf am 11.12.1863, 60 Jahre 5 Monate und 10 Tage alt, gestorben. Karte des Pfarrers im Besitz von Klaus Gottsleben. - Zur Hochzeit vermerkt das Kirchenbuch 1824: "Theresia, ledig, 20 Jahre. Vater stimmt mündlich zu". - Dr. Alfons Grunenberg, der Verfasser einer Chronik von Heuthen, nennt als Ehefrau von Johannes Georg Gottsleben "Theresia Juliana Marx" (Dezember 2012).

2. Gottsleben Johann Martin 64Jhr 7Mo 2Wo * 16.12.1824 Helmsdorf † 30.07.1889 Wachstedt Qu: Wachstedt St. Michaelem KB > 5.1
3. Gottsleben Joachim 85Jhr 7Mo 4Wo * 15.12.1828 Helmsdorf † 12.08.1914 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB †Urs: Kurze Krankheit > 5.2
4. Gottsleben Lorenz 76Jhr 7Mo 3Wo * 25.12.1836 Helmsdorf † 15.08.1913 O'Fallon  Qu: Assumption cemetery > 5.3
5. Gottsleben Marianne 28Jhr 4Mo * 10.06.1839 Helmsdorf † 13.10.1867 Helmsdorf

Generation 5


5.1
GOTTSLEBEN Johann Martin 64Jhr 7Mo 2Wo rk Lehrer, Küster, Organist < 4.2
* 16.12.1824 Helmsdorf † 30.07.1889 Wachstedt Qu: Wachstedt St. Michaelem KB Lebensorte: Helmsdorf Heuthen Wachstedt 
Eltern: Gottsleben Johann Georg , Marx Theresia Juliana

Gedenkkarte mit dem Titel (im Besitz von Klaus Gottsleben): "Jesus! Maria! Joseph! Martinus! Zum frommen Andenken an den in Gott ruhenden Lehrer, Küster und Organisten Martin Gottsleben, gestorben zu Wachstedt am 30. Juli 1889. Der Verewigte wurde geboren zu Helmsdorf am 16. Dezember 1824, wirkte daselbst, dann in Silberhausen, Vollenborn, Heuthen, Heyerode als Lehrer und Küster, von 1867 an bis zu seiner am 1. Nov. 1888 erfolgten Pensionierung zu Wachstedt. Seine anderthalbjährigen schweren Leiden ertrug er mit christlicher Geduld und wird er bei Allen, die ihn kannten, durch die Bescheidenheit seines Wesens und seine kindliche Frömmigkeit in gesegneten Andenken bleiben. Friede seiner Asche! Gebet. Wir bitten dich o Herr für die Seele deines Dieners Martinus, welche du aus dieser Zeitlichkeit abriefest; befreie sie von irdischen Makeln und gieb ihr Theil an den ewigen Freuden. Durch Christum unsern Herrn. Amen. Vater unser. Ave Maria. R.I.P." Gestorben im Haus No 41 (Wachstedt) in Gegenwart seiner ledigen Tochter Sophie. - Nach der "Chronik von Helmsdorf", Mecke Verlag 1993, war Martin Gott(e)sleben von 1842 bis 1845 Lehrer in Helmsdorf. - Sterbeurkunde Nr. 12 des Standesamtes Wachstedt und Auszug aus dem Register der Gestorbenen der Katholischen Pfarrkirche St. Michaelem in Wachstedt liegen vor. - Martin Gottsleben wirkte als Schullehrer, Küster und Organist in Helmsdorf (1842-1845, dort Nachfolger seines Vaters Johann Georg Gott(e)sleben), dann in Silberhausen, Vollenborn, Heuthen (Osterferien 1856 bis Juni 1865)[1], Heyerode (Juni 1865 bis Mitte 1867) und anschließend bis zu seiner am 1. November 1888 erfolgten Pensionierung in Wachstedt. - Martin Gottsleben starb im Haus No 41 zu Wachstedt in Gegenwart seiner ledigen Tochter Sophia. Martins erste Frau Philippine Stolze und verstarb bereits mit 29 Jahren am 6. Februar 1855. Am 30 Juni 1855 (oder 31. Juli wie mir Dr. Grunenberg im Dezember 2012 mitteilte) heiratete Martin in zweiter Ehe die 24-Jährige Christina Rabe. - Martins Vater verstarb bereits im Alter von 47 Jahren. Nach dem Tod des Vaters, der als Schulmeister nur ein geringes Einkommen besaß, musste seine Mutter Theresia Juliana, geborene Marx, allein das materielle Überleben der Familie sichern, wobei ihr der 19 Jahre alte Martin und der 15-Jährige Joachim zur Seite standen. Beide werden sich mit um die Erziehung ihrer beiden jüngeren Geschwister, den 7-Jährigen Lorenz (* 25.12.1836) und die 5-Jährige Marianne (* 10.06.1839), gekümmert haben. - Anmerkung: [1] "[Es] folgte der Lehrer Martin Gottesleben, Bruder des (.) Joachim Gottesleben. Derselbe fungirte hier als I. Lehrer bis 1865 den 27. Juni, an welchem Tage der p. Gottesleben nach Heyerode, Kreis Mühlhausen zog. Derselbe hatte um diese Stelle . [beworben], weil er glaubte, diese sei einträglicher, zumal da auch wegen Holzmangel, der sich bei ihnen alle Jahre bedeutend eingestellt haben soll, Männer in der Gemeinde Versammlung einige nicht erfreuliche Bemerkungen in Bezug auf Verschwendung des Holzes seitens seiner Frau gemacht haben sollen. Zu Heyerode war damals der Lehrer Fr.[anz] Jos.[ef] Müller provisorisch angestellt und da derselbe jünger als der p. Gottesleben war und in derselben Zeit in einem großen Prozesse mit dem dortigen Pfarrer [Joachim Teschner] verwickelt war, so hatte die Königl.[iche] Regierung auf Wunsch des Lehrer Gottesleben ohne Wissen des Lehrer Müller diese Versetzung angeordnet. Kaum hatte der p. Gottesleben sein Anstellungsdokument in den Händen, so kam auch die Reu schon bei ihm ein und zwar mit Recht. 'Hast du im Thal ein sicheres Haus so wolle nicht zu früh hinaus!' Alles Bitten und Flehen die Behörde müße doch die Versetzung wieder rückgängig machen, blieb fruchtlos u.[nd] am 27. Juni 1865 wurde der Umzug veranstaltet. Der Lehrer Gottesleben konnte sich in Heyerode nicht einleben und suchte Gelegenheit seine neue Stelle mit einer andern zu vertauschen. Dies geschah schon im folgenden Jahre [1867-1888 war Martin Gottesleben Lehrer in Wachstedt in dem er mit dem Lehrer Dunkelberg in Wachstedt einen Tausch unter ungünstigen Bedingungen einging. Er starb am 30. Juli 1889 in W.[achstedt]." - Quelle: Joseph Eyert und nachfolgende Lehrer, Schulchronik Heuthen (angelegt 1839), Seite 127 (Handschriftlich). Mitteilung von Dr. Alfons Grunenberg, Wuppertal.

oo <.1855
STOLZE Philippine 28Jhr 10Mo 4Wo rk
* 08.03.1826 Deuna † 06.02.1855
Eltern: Stolze Nikolaus Bonifaz , Gremler Ludevica (Luise)

Tochter von Nikolaus Stolze und Luise Gremler (vgl. Notiz bei Akte Georg Gottsleben)

oo 2 30.06.1855
RABE Christina 40Jhr 1Mo 1Wo rk Hausfrau
* 12.05.1831 Deuna † 20.06.1871 Wachstedt Qu: Wachstedt St. Michaelem KB Lebensorte: Deuna Heuthen Wachstedt 
Eltern: Rabe Joh. Ernst , Brodmann M. Elisabeth
1. Gottsleben Christina Elisabeth Sophia * 26.09.1857 Deuna

Sophia blieb ledig. Ihr Vater starb in ihrer Gegenwart (Haus No 41) zu Wachstedt.

2. Gottsleben Raymund Andreas * 04.03.1859 Deuna † . <.1931

Aus Wachstedt, wo der Vater Johann Martin Gottsleben von 1867 bis 1888 Lehrer, Küster und Organist war, wanderte Raymund Andreas Gottsleben über den Bremer Hafen nach Amerika aus. Am 28. September 1882 kam er mit dem Schiff "Nürnberg" in New York an und wollte sich in Missouri niederlassen (vgl. Passenger Lists of vessels arriving at New York, 1820-1897; hier Namensangabe: Raimund Gottaleban und: Schiffsliste Bremen/New York; hier Namensangabe: Raimund Gottsleber und Beruf: Barber). - Raymund Andreas wurde mit 11 Jahren Halbweise, die Mutter Christina verstarb am 20. Juni 1871 in Wachstedt. Er ließ sich in der Tradition der Familie Gottsleben als Lehrer ausbilden. Doch im Eichsfeld fand er keine freie Stelle und folgte seinem Onkel Lorenz Gottsleben, der bereits 1857 ausgewandert war, in die Vereinigten Staaten (vgl. Liborius Goldmann: Die Obereichsfeldische Auswanderung nach Amerika in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: Unser Eichsfeld 23, 1928, S. 257-262). Auch sein Bruder Franz Joachim Gottsleben beantragte 1882 einen Konsens zur Auswanderung beim Landratsamt Mühlhausen, blieb jedoch in Deutschland. - Wir finden im United States Census 1910 einen ledigen, in Deutschland geborenen Anton Gottsleben, der als Mieter im Haushalt von Otto Strelow in St Louis, MO, St Louis Ward 6, wohnte. Als Einwanderungsjahr gab er 1882 (auch Raymund war im Jahr 1882 über New York eingewandert) und als Alter 41 Jahre (Raymund ist jedoch bereits 1859 geboren) an. - Eine weitere Spur führt über den US Census von 1920 zu einem verwitweten Raymond Gottlief [Gottleif], wohnhaft in St. Louis, MO, St. Louis Ward 24, der um 1860 in Deutschland geboren wurde. Ob es sich bei Anton Gottsleben und Raymond Gottlief um unseren Raymund Andreas Gottsleben (Gottsleben = Gottleif = Gottlive = Gottlief) handelt und es Nachfahren in Amerika von ihm gibt, muss noch erkundet werden. Eine Nachkommenschaft scheint eher unwahrscheinlich, da die ausführliche Suche nach weiteren Lebensspuren von Raymund Gottsleben, der möglicherweise unter wechselnden Namen lebte, bisher zu keinem Ergebnis geführt hat.

3. Gottsleben Franz Joachim 85Jhr 1Mo * 11.03.1861 Heuthen † 16.04.1946 Braunschweig †Urs: Herzschlag > 6.1
4. Gottsleben Rosalia * 24.02.1863 Heuthen > 6.2
5. Gottsleben Franz Eduard 82Jhr 10Mo 1Wo * 03.05.1865 Heuthen † 14.03.1948 Lobberich > 6.3


5.2
GOTTSLEBEN Joachim 85Jhr 7Mo 4Wo rk Hauptlehrer, Organist < 4.2
* 15.12.1828 Helmsdorf † 12.08.1914 Nordhausen Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB †Urs: Kurze Krankheit Lebensorte: Helmsdorf Deuna Mühlhausen Nordhausen
Eltern: Gottsleben Johann Georg , Marx Theresia Juliana

Joachim Gottsleben war von 1865 bis bis zu seiner Pensionierung im März 1892 Hauptlehrer (1) an der katholischen Domschule (2) zu Nordhausen. Nach der Chronik der katholischen Pfarrei in Nordhausen erfolgte die Pensionierung wegen einsetzender Schwerhörigkeit. Mit der ersten Lehrerstelle übernahm Joachim Gottsleben auch das Amt des Organisten (3) am Dom Zum Heiligen Kreuz. - Bei der Geburt seiner Söhne lebte und arbeitete Joachim Gottsleben - nach Stationen in den Schulen von Heuthen (4) und Deuna - in Mühlhausen (wohnhaft St. Petri 88). Er starb im 86. Lebensjahr bei seinem Sohn Franz Albert in Nordhausen, Reichstr. 26 (Adress-Buch der Stadt Nordhausen für das Jahr 1904-05, S. 43). Joachim heiratete am 6. September 1852 in Deuna die Witwe des Dr. Demme, Amalie, geb. Koch. Der zweite Sohn Maria Paul verstarb fünf Tage nach seiner Geburt am 20. November 1860. - Joachims Vater Johann Georg Gottsleben war von 1824 bis 1842 Lehrer in Helmsdorf, seine Mutter Theresia ist eine geborene Marx. Der Vater verstarb bereits im Alter von 47 Jahren. Nach dem Tod des Vaters mussten der 15-Jährige Joachim und sein 19 Jahre alte Bruder Martin mit zum materiellen Überleben der Familie beitragen und die Mutter bei der Erziehung ihrer beiden jüngeren Geschwister, den 7-Jährigen Lorenz (* 25.12.1836; + 15.08.1913 in O'Fallon, Missouri) und die 5-Jährige Marianne (* 10.06.1839), unterstützten. - Todesanzeige von Joachim Gottsleben lautet: "Nach Gottes heiligem Willen entschlief heute früh 6 1/2 sanft nach kurzer Krankheit, mit grosser Geduld ertragenen Leiden, wohlvorbereitet durch den öfteren Empfang der hl. Sakramente, mein heissgeliebter Vater, unser treusorgender Schwieger- und Grossvater, der Hauptlehrer a.D. Joachim Gottsleben, im 86. Lebensjahre". (Todesanzeige und Dankadresse im Besitz von Klaus Gottsleben). - Anmerkungen: (1) Die Personalakte des Hauptlehrers Joachim Gottsleben wird im Thüringisches Staatsarchiv Gotha Unter "Regierung Erfurt - Schulen, Lehrerpersonalakten A-K, 14623, 1848-1901, Personalakten des kath. Lehrers Joachim Gottsleben, geb. in Helmsdorf, Kreis Mühlhausen" aufbewahrt. - (2) 1908 zog die Anfang des 19. Jahrhunderts gegründete katholische Schule Nordhausens, die Domschule, mit ihren 120 Schülern in das Schulgebäude Wiedigsburg um. Insbesondere nach dem Anbau waren so größere Räumlichkeiten geboten als im alten Schulgebäude in der Domstraße 10. Die nun im ersten Stock des Südflügels ansässige Domschule wurde vom restlichen Schulkomplex durch einen Bretterzaun abgetrennt. Die räumliche Enge auf dem Schulhof gestattete es den Kindern dabei bloß, sich zu zweit im Kreis zu bewegen und ihr Frühstück zu verzehren. Zwischen den Domschullehrern und der übrigen Lehrerschaft bestand ein kollegiales Verhältnis. Im Zuge der nationalsozialistischen Ausrichtung des Schulwesens wurde die Domschule 1937 unter großem Protest der Lehrer, Eltern und Schüler aufgelöst. - (3) Zum Organistenamt vgl. Johannes Schäfer: Nordhäuser Orgelchronik. Geschichte der Orgelwerke in der tausendjährigen Stadt Nordhausen. Hildesheim, New York : Olms, 1971. (= Beiträge zur Musikforschung ; 5), S. 89 (hier: Verzeichnisse der Organisten, Dom "Zum Heiligen Kreuz" 10. Joachim Gottsleben, Lehrer, aus Helmsdorf b. Zella / Eichsfeld, 1865-1892; Bis etwa 1800 wurde das Organistenamt am Dom vom Aedituus versehen. Seit der Säkularisation übertrug die Kirchenleitung das Amt des Organisten und die Pflege der Kirchenmusik dem jeweiligen Inhaber der ersten Lehrerstelle an der Domschule.) - (4) "Am 10ten November 1848 zog wieder ein, Joachim Gottesleben, Sohn des zu Helmsdorf verstorbenen Schullehrers Gottesleben. War als Schullehrer und Küster provisorisch hier angestellt. Sein Abschluss-Zeugnis war Nro. 1. Derselbe wurde angestellt als zweiter Lehrer in Deuna Kr.[eis] Worbis und zog deshalb am 5ten November 1849 von hier aus [Heuthen] und in Deuna ein". Quelle: Joseph Eyert und nachfolgende Lehrer, Schulchronik Heuthen (angelegt 1839), Seite 127 (Handschriftlich). Mitteilung von Dr. Alfons Grunenberg, Wuppertal.

oo 06.09.1852 Deuna
KOCH Amalie 74Jhr 1Mo 4Wo rk
* 08.07.1823 Deuna † 05.09.1897 Nordhausen Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB Lebensorte: Deuna Nordhausen  
Eltern: Koch Adam , Rudolf Juliane

In erster Ehe war Amalie Gottsleben mit dem verstorbenen Dr. Demme verheiratet. - Quelle: Gottsleben-Archiv (Klaus Gottsleben).

1. Gottsleben Franz Albert 62Jhr 11Mo 1Wo * 25.06.1858 Mühlhausen  Qu: Mühlhausen St. Josef KB † 03.06.1921 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB > 6.4
2. Gottsleben Maria Paul 5Ta * 15.11.1860 Mühlhausen  Qu: Mühlhausen St. Josef KB † 20.11.1860 Mühlhausen  Qu: Mühlhausen St. Josef KB


5.3
GOTTSLEBEN Lorenz 76Jhr 7Mo 3Wo rk Schneidergeselle, musician, teacher < 4.2
* 25.12.1836 Helmsdorf † 15.08.1913 O'Fallon Qu: Assumption cemetery Lebensorte: Helmsdorf St. Genevieve St. Charles O'Fallon
Eltern: Gottsleben Johann Georg , Marx Theresia Juliana

Lorenz Gott[e]sleben, 21 Jahre, Schneidergeselle aus Helmsdorf, wanderte als 20-Jähriger 1857 über Bremen in die Vereinigten Staaten aus. Mit dem Schiff "Amalie" landete er am 3. Oktober 1857 in New York und gab der Einwanderungsbehörde an, dass er sich als Farmer in Illinois niederlassen wolle. Lorenz lebte um 1890 in St. Charles bei St. Louis, Missouri. - In St. Genevieve, St. Genevieve, Missouri wird 1880 bei der Volkszählung ein Laurence Gottsleben, geb. 1838 in Sachsen, aufgeführt. Beruf "School teacher", Alter 42, verheiratet mit Mary, geb. 1839 in Missouri, ihre Eltern stammen aus Westfalen. Im "County History Jefferson Center (Jefferson College Library), Hillsboro, Missouri" finden wir in den Akten des Nachlassgerichts ("Probate") unter Nr. 3719 "Gottsleben, Lawerence (Lorenz)". Die Akten beginnen in den 1820er Jahren. - Die Grabstätte von Lorenz Gottsleben wird dokumentiert unter "Find a grave memorial (Internet 2013)". Die Eintragung lautet: "Lawrence Gottsleben. Birth: Dec. 25, 1836, Germany. Death: Aug. 15, 1913. Son of George and Amelia Marks Gottsleben, both born in Germany. Occupation: Musician and teacher. Burial: Assumption cemetery, O'Fallon, St. Charles county, Missouri, USA. 'Hier ruht / in Frieden / Lawrence / GOTTSLEBEN / Geboren / 25. Dez. 1836 / Gestorben / 15. Aug. 1913 / R.I.P.'". - Quellen zur Auswanderung sind private Dokumente, Schiffliste, USA Census und Liborius Goldmann: Obereichsfeldische Auswanderung nach Amerika in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: Unser Eichsfeld 23 (1928), S. 257-262. - Foto von Lorenz Gottsleben, um 1890, Rückseite mit handschriftlicher Notiz "SB. Here is my picture. Let it be taken in St. Charles if you like. - Large type is the best. LG." - Die Ehe mit Mary, die noch 1920 in St. Charles lebte (United States Federal Census 1920), blieb wohl kinderlos. Bisher konnten von Lorenz und Mary Gottsleben keine Nachkommen aufgespürt werden. - Quelle: FamilySearch (Februar 2014; hier: United States Census 1880 und 1900 <Lawrence Gottesleber; Wohnort: Joachim Township Festus city, Jefferson, MI, Ehefrau: Mary Gottesleber). - Lorenz Vater Johann Georg Gottsleben war Lehrer und Küster in Helmsdorf, seine Mutter Theresia ist eine geborene Marx. Als Lorenz 7 Jahre alt war verstarb der Vater im Alter von 47 Jahren. Nach dem Tod des Vaters musste seine Mutter Theresia zusammen mit ihren ältesten Söhnen, dem 19 Jahre alten Martin und dem 15-Jährigen Joachim, das materielle Überleben der Familie sichern und Lorenz wird nach kurzem Schulbesuch eine Schneiderlehre beginnen müssen.

oo um.1862
N.N. Mary
* um.1839 †  >.1920

In den Geburts- und Taufakten von Missouri (Births and Christenings, 1827-1935) finden wir eine am 1. April 1839 in Saint Ludgers, Germantown-Montrose, Henry, Missouri geborene und am 29. April 1841 getaufte Mary Ann Elizabeth Teeman. Ihre Eltern Joseph Teeman (* um 1810 in Germany, United States Census, 1860; Name auch Tieman, United States Census, 1850) und Elizabeth B. Burger (* um 1813 in Germany, 1832 eingewandert; United States, Supplemental Index to Passenger Lists of Vessels Arriving at Atlantic and Gulf Coast Ports <Excluding New York>, 1820-1874) stammen aus Deutschland und wohnten 1860 mit ihren elf in Missouri geborenen Kindern (Eliza, 20 Jahre; Anna 17 Jahre; Joseph 23 Jahre; Henry, 21 Jahre; Mary, 13 Jahre; John, 10 Jahre; Margaret, 9 Jahre; Betty, 8 Jahre; Frank, 6 Jahre; Roseada, 5 Jahre; Antone, 3 Jahre; Theresa, 1 Jahr) in Deep Water Township, Henry. - Der Vater Joseph Teeman kämpfte während des Amerikanische Bürgerkrieges auf Seiten der in der Union verbliebenen Nordstaaten (Unionsstaaten) im "7th Regiment, Missouri State Militia Cavalry" (Missouri, Civil War Service Records of Union Soldiers, 1861-1865). - Mary Gottsleben lebte 1920 noch in St. Charles. - Quelle: FamilySearch (März 2014; hier: United States Census, 1870 <Haushalt in Missouri: Chas [Lorenz?] Gottsleben, männlich, 32 Jahre alt, geboren in Preußen und Mary Gottsleben, 31 Jahre alt, geboren in Missouri>; United States Census, 1880 <Wohnort: St. Genevieve, St. Genevieve, Missouri, Haushalt: Laurence Gottsleben, geb. 1838 in Sachsen, Beruf: School teacher, Alter 42, verheiratet mit Mary, geb. 1839 in Missouri, Eltern stammen aus Westfalen> und United States Census, 1920 <Mary Gottaleben, wohnhaft in Dardenne, St Charles, Missouri, 82 Jahre alt, Witwe, geboren um 1830>).

Generation 6


6.1
GOTTSLEBEN Franz Joachim 85Jhr 1Mo rk Ökonomieverwalter, Bahnhofsvorsteher (Reichsbahninspektor) < 5.1
* 11.03.1861 Heuthen † 16.04.1946 Braunschweig †Urs: Herzschlag Lebensorte: Heuthen Schöppenstedt Braunschweig 
Eltern: Gottsleben Johann Martin , Rabe Christina

Ackerbauschule zu Reifenstein: 4. November 1878 bis 15. Oktober 1880. Abgangszeugnis "Joachim Gottsleben besuchte die Ackerbauschule zu Reifenstein vom 4. November 1878 bis zum 15. Oktober 1880, und erhält derselbe bei seinem Abgange folgendes Zeugnis". - Beabsichtigte Auswanderung nach Amerika: Joachim Gottsleben hatte 1882 um Konsens gebeten, um, wie sein Bruder Raimund (1881), nach Amerika auszuwandern. Vgl. Goldmann, L.: Die Obereichsfeldische Auswanderung nach Amerika in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. In: Unser Eichsfeld 23 (1928), S. 257-262. Dort heißt es: "1882: Joachim Gottesleben, 21 Jahre, Ökonomieverwalter, aus Wachstedt, Auswanderung nach Amerika. Joachim folgte seinem Bruder Raymund jedoch nicht und blieb in Deutschland.

oo 15.11.1892 Salzgitter  Qu: Salzgitter Traubuch TZ: Franz Helmsen (Vorsalz) Kaufmann, Heinrich Maibaum (Hildesheim) Kaufmann
VOß Martha Johanna Fernandine 78Jhr 2Mo rk Hausfrau
* 01.11.1865 Vorsalz (Salzgitter-Bad) † 03.01.1944 Lindau (Harz) Qu: Lindau (Harz) 1/1944 Lebensorte: Vorsalz (Salzgitter-Bad) Schöppenstedt Braunschweig 
Eltern: Voß Christian , Frömmling Marie

1. Gottsleben Bruno Paul * 29.07.1897 Schladen † .um.1975 > 7.1
2. Gottsleben Rudolf 76Jhr 9Mo 4Wo * 21.12.1907 Schöppenstedt Qu: Schöppenstedt Standesamt Urk. 94 † 20.10.1984 Braunschweig  Qu: Braunschweig Standesamt Urk. 2795 †Urs: Herzleiden, Arteriosklerose > 7.2


6.2
GOTTSLEBEN Rosalia rk < 5.1
* 24.02.1863 Heuthen Lebensort: Allendorf/Werra   
Eltern: Gottsleben Johann Martin , Rabe Christina

oo
MÜLLER N.N.
Lebensort: Allendorf/Werra   


6.3
GOTTSLEBEN Franz Eduard 82Jhr 10Mo 1Wo rk < 5.1
* 03.05.1865 Heuthen † 14.03.1948 Lobberich Lebensort: Lobberich   
Eltern: Gottsleben Johann Martin , Rabe Christina

Eduard Gottsleben war verheiratet, hatte 2 Töchter und lebte in Lobberich bei Köln. Fotos im Besitz von Klaus Gottsleben.

oo
N.N.


6.4
GOTTSLEBEN Franz Albert 62Jhr 11Mo 1Wo rk Kaufmann < 5.2
* 25.06.1858 Mühlhausen Qu: Mühlhausen St. Josef KB † 03.06.1921 Nordhausen Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB Lebensorte: Mühlhausen Nordhausen  
Eltern: Gottsleben Joachim , Koch Amalie

Albert Gottsleben wohnte 1904 in Nordhausen, Reichsstr. 26 (Adress-Buch der Stadt Nordhausen für das Jahr 1904-05, S. 43). Er war Kaufmann und Inhaber der Firma  A. Gottsleben, Agentur-, Hypotheken- und Kommissionsgeschäft, Grundstücks- und Geschäftsvermittlungen. - Familienphoto mit Großvater Joachim Gottsleben und Großmutter (mütterlicherseits) ??, Albert und Hedwig Gottsleben und ihren vier Kinder im Besitz von Klaus Gottsleben. - 1913 Eintrag von Albert Gottsleben im "Adressbuch des Povinzial-Vereins ehemaliger Jäger und Schützen. Halle a.S. 1913". - In Mühlhausen beginnen die Kirchenbücher nach Neugründung der katholischen Gemeinde erst 1851/52.

oo 30.07.1895 Niederorschel
GERMESHAUSEN Hedwig 78Jhr 8Mo 2Wo rk
* 14.11.1873 Oberorschel † 29.07.1952 Nordhausen Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB Lebensorte: Oberorschel Nordhausen  

1. Gottsleben Adolf
22Jhr 3Mo 3Wo * 21.01.1897 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB † 11.05.1919 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB †Urs: Kriegsverletzung

Todesanzeige in der "Nordhäuser Zeitung" vom 12. Mai 1919: "Heute morgen 1/4 4 Uhr verschied an den Folgen einer sich in den Flandernkämpfen zugezogenen Gasvergiftung nach langwierigem Krankenlager unser ältester Sohn, unser lieber Bruder, Adolf Gottsleben im Alter von 22 Jahren. Die trauernden Hinterbliebenen. Nordhausen, 11. Mai 1919. Die Beerdigung findet Mittwoch um 4 Uhr statt. Von Beileidsbesuchen bitten wir absehen zu wollen."

2. Gottsleben Karl Albert * 13.01.1898 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB > 7.3
3. Gottsleben Max Anton
46Jhr 6Mo 3Wo * 10.06.1899 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB † 06.01.1946 Kirow

Max Gottsleben geriet als Feldwebel in russische Gefangenschaft und starb am 6. Januar 1946 im Kriegsgefangenenlager Karinka in Kirow (Ural). Max Gottsleben wurde noch nicht auf einen vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge errichteten Soldatenfriedhof überführt oder konnte im Rahmen der Umbettungsarbeiten nicht geborgen werden. Nach den dem Volksbund vorliegenden Informationen befindet sich sein Grab derzeit noch in Kirow (Rußland). - Quelle: Gräbernachweis des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V.

4. Gottsleben Maria Elisabeth Emilie * 09.10.1900 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB > 7.4

Generation 7


7.1
GOTTSLEBEN Bruno Paul rk Kaufmann, Reichsbahnoberinspektor < 6.1
* 29.07.1897 Schladen † um.1975 Lebensorte: Schladen Schöppenstedt Bochum 
Eltern: Gottsleben Franz Joachim , Voß Martha Johanna Fernandine

Lebens-Stationen: (1) Wittingen/Glüsingen (Lüneburger Heide), hier hatte Paul sich mit einer Holzhandlung selbständig gemacht. Dann Eisenbahnassistent in Wittingen (1922). (2) Zeltingen (Mosel), bei Reichsbahn Eisenbahninspektor (1928, Fotos vorhanden). (3) Medebach (Rothaargebirge). Foto mit rückseitigem Vermerk "Familie Pfeffer | Annemarie u. Schwester (Grete) | Ria [Höf] u. die | 4 Kinder" im Besitz von Klaus Gottsleben. (4) Bruno Paul heiratete um 1940 Annemarie [Pfeffer?], Reichelsheim (Odenwald). Paul wurde dort Reichsbahnoberinspektor. Annemarie und Paul wurden vor Ende des Krieges geschieden. Paul war im Januar 1945 noch in Reichelsheim gemeldet. (5) Nach dem Krieg verschiedene Tätigkeiten (Wohnort Bochum). (6) In den 1950/60er Jahren lebte Paul Gottsleben weiterhin in Bochum, wo er bei einem Privatbahnunternehmen angestellt war. Er heiratete ein drittes Mal, seine Frau hieß Friedericke. Mit ihr ließ er sich nach seinem Ruhestand im Odenwald(?) nieder (Foto ihres Hauses im Besitz von Klaus Gottsleben). Auch Pauls letzte Ehe stand vor dem Ende, seine Frau hatte eine Ehescheidungsklage 1973/74 eingereicht. Im August 1974 erkrankte Paul schwer. Von dieser Krankheit wird er sich nicht mehr erholt haben und um 1975 verstorben sein. Aus Pauls Nachlass stammt das gestickte Wappen "Familie Gottsleben 1650".

oo <.1921
SCHREIBER Elisabeth 42Jhr 2Mo 2Wo
* 06.09.1896 Wolfenbüttel † 26.11.1938 Medebach

Der "International genealogical index" nennt als Geburtsort Pabsdorf, Wolfenbüttel.

1. Gottsleben Hans Joachim 63Jhr * 15.06.1921 Glüsingen † .??.1984 Sersheim > 8.1
2. Gottsleben Günther Horst 19Jhr 4Mo * 21.11.1923 Vorhop † 23.03.1943 Galinowa  Qu: Gräbernachweis Volksb. Dt. Kriegsgräb. †Urs: Gefallen in Galinowa/Charkow

Günther Horst Gottsleben ist am 23. März 1943 in Galinowa gefallen und ruht auf der Kriegsgräberstätte in Charkow (Ukraine), Sammelfriedhof: Endgrablage, Block 11 Reihe 13 Grab 672. Quelle: Gräbernachweis des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. - Anmerkung: Im Zweiten Weltkrieg war Charkow heftig umkämpft. Im Oktober 1941 wurde die viertgrößte Stadt der Sowjetunion von deutschen Truppen erobert, im Mai 1942 scheiterte ein sowjetischer Rückeroberungsversuch (Schlacht bei Charkow). Während der deutschen Besatzung wurde die Stadt und ihre Bevölkerung ohne jede militärische Notwendigkeit ausgehungert, wobei die Deutschen Mengen an Lebensmitteln requirierten, die Stadt belagerten und ihre Bewohner daran hinderten, die Stadt zu verlassen oder sich Nahrungsmittel zu besorgen. Die Anzahl der Todesopfer konnte nicht genau festgestellt werden, wird aber auf etwa 26.000 geschätzt. Die Deutschen zählten im Zeitraum von Dezember 1941 bis August 1942 12.000 Opfer. Die jüdische Bevölkerung von Charkow (etwa 60.000) wurde fast gänzlich ausgelöscht. Im Februar 1943 befreiten Sowjets die Stadt zwar kurzzeitig, doch schon im März 1943 fiel sie erneut. Dabei wurden große Teile der Stadt durch die deutsche Wehrmacht zerstört. Erst nach der Schlacht bei Kursk wurde die Stadt am 23. August 1943 endgültig befreit. Während des Krieges war die Stadt ein sehr wichtiges strategisches Objekt, und zwar nicht nur wegen der wichtigen Verkehrsknoten, sondern auch wegen ihrer entwickelten Kriegsindustrie.


7.2
GOTTSLEBEN Rudolf 76Jhr 9Mo 4Wo rk Verwaltungsangestellter (Stadt später Arbeitsamt Braunschweig) < 6.1
* 21.12.1907 Schöppenstedt Qu: Schöppenstedt Standesamt Urk. 94 † 20.10.1984 Braunschweig Qu: Braunschweig Standesamt Urk. 2795 Lebensorte: Schöppenstedt Braunschweig  
Eltern: Gottsleben Franz Joachim , Voß Martha Johanna Fernandine

Städtische Realschule zu Wolfenbüttel: Ostern 1918 bis Michaelis 1924; Abschluß 15. September 1924 (Prima der Realschule) "Reife für Obersekunda einer Oberrealschule". Herzog Johann Albrecht-Oberrealschule (Städtische Oberrealschule Hintern Brüdern): Michaelis 1924 bis Ostern 1926 (Obersekunda A) "Reife für Unterprima". Bürolehre in der Stadtverwaltung Braunschweig: 1. April 1926 bis 31. Dezember 1927. Anwärter für den mittleren gehobenen Verwaltungsdienst (Stadtobersekretär-Anwärter): 1. Januar 1928 bis 31. März 1932. Arbeitsamt Braunschweig (später Bundesanstalt für Arbeitsvermittlung und Arbeitslosenversicherung; Bundesanstalt für Arbeit): 11. Oktober 1932 bis 31. Dezember 1972 (25jähriges Dienstjubiläum am 15. Oktober 1957). Nach dem Krieg (1947/48): 1. Januar 1947 bis 31. Mai 1948 (Specht, Valldorf & Lieth), 1. Juni 1948 bis 31. Oktober 1948 (Hilfsverein für Kriegsgeschädigte).

oo 26.09.1936 Braunschweig  Qu: Braunschweig 1207 TZ: Karl Albrecht (Stadtinspektor), Heinrich Haberlah (Angestellter)
ENGELBARTS Waltraud Ida Auguste 90Jhr 1Mo ev Fachverkäuferin
* 26.05.1912 Braunschweig Qu: Braunschweig 1231 † 30.06.2002 Schernberg Lebensorte: Braunschweig Schernberg  
Eltern: Engelbarts August Friedrich , Meier Ida Marie

Besuch der Volksschule Echternstraße in Braunschweig. Wegen ihres ausgeprägten Erzähltalentes wurde sie in der Schule als ältere Schülerin zum Vorlesen von Märchen und anderen Geschichte in kleineren Klassen eingesetzt. Nach Abschluss der Volksschule Lehre zur Fachverkäuferin beim renommierten Schuhhaus Bartels in Braunschweig. Dort war sie längere Zeit angestellt, nach dem 2. Weltkrieg auch als Teilzeitkraft.

1. Gottsleben Wolf-Rüdiger * 07.06.1941 Braunschweig > 8.2
2. Gottsleben Klaus * 30.03.1945 Goslar  Qu: Goslar 264/1945 > 8.3


7.3
GOTTSLEBEN Karl Albert rk < 6.4
* 13.01.1898 Nordhausen Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB
Eltern: Gottsleben Franz Albert , Germeshausen Hedwig

Kein Eintrag von Karl Gottsleben im Totenbuch der Pfarrei "Dom zum Heiligen Kreuz" in Nordhausen. - Karl Gottsleben reiste 1937 mit dem Schiff von Bremen nach Amerika und kam am 3. Mai 1937 in New York an. - Quelle: New York Passenger Lists, 1820-1957.

oo 08.01.1949 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB
LANGOSCH Käthe Emilie Elfriede rk


7.4
GOTTSLEBEN Maria Elisabeth Emilie rk < 6.4
* 09.10.1900 Nordhausen Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB Lebensort: Nordhausen  Burgdorf 
Eltern: Gottsleben Franz Albert , Germeshausen Hedwig

Kein Eintrag von Maria Gottsleben im Totenbuch der Pfarrei "Dom zum Heiligen Kreuz" in Nordhausen.

oo 09.06.1931 Nordhausen  Qu: Nordhausen Dom zum Hl. Kreuz KB
KROPP Aloysius Otto rk Fabrikant
* 09.06.1894 Schlebusch Lebensorte: Schlebusch Burgdorf  

Fabrikant (Fabrikbesitzer) in Burgdorf bei Hannover.

Generation 8


8.1
GOTTSLEBEN Hans Joachim 63Jhr rk Oberleutnant, Werbekaufmann, Küchenchef (Los Angeles-Hilton) < 7.1
* 15.06.1921 Glüsingen † ??.1984 Sersheim Lebensorte: Braunschweig Stuttgart Los Angeles 
Eltern: Gottsleben Bruno Paul , Schreiber Elisabeth

Kurzvita von Hans Joachim Gottsleben: "* 15. Juni '21 in Glüsingen (Lüneburger Heide) / Ober-Real-Gymnasium (Braunschweig) / Fähnleinführer im Jungvolk / Während der Schulferien: Arbeiter in Konservenfabriken, Restaurants, Weinbergen (Mosel), Rittergut Edelinghof (Dortmund) / Kriegfreiwilliger '39 / Frankreichfeldzug -04 480-, Balkanländer, Afrikakorps / Sewastopol und Stalingrad / Oberleutnant (Heeresartillerie) Ende '44 / Heimkehr Juni '45 ins zerstörte Großdeutsche Reich / Verladearbeiter (Stuttgart) / Versicherungskaufmann / Zeitungsreporter / Schriftsteller HAJO GOTEN / Jurastudent / Bauarbeiter und Staplerfahrer / Holzkaufmann / Holzfäller in Canada '50 (Vancouver-Island) / Goldgräber im Bergwerk 'Pioneer' (British Columbien) / Bergmann im Kemano/Kitimat-Projekt (Alaska) / Dishwasher in San Francisco, Hollywood, Chicago, New York / Werbefachschule '54/55 (Hamburg) / Allround-Cook in Las Vegas '56 / Börsenmakler in Californien / Bartender im Hotel Ambassador (Beverly Hills) / Public-relations-Helfer für die Wahlkampagnen von John F. und Robert Kennedy 1960 und '68 / Küchen-Chef ('60-'70) des Los Angeles-Hilton / Nach 25 Jahren Globetrotter Rückkehr in die Heimat '70 / Lagerist in Heppenheim / Koch im Kaufhaus Horten / Sachbearbeiter beim Arbeitsamt Stuttgart / Gescheiterte Ehe nach 18 Jahren ('broken dreams') / Nervenklinik Stuttgart '71 / Gärtner und Waldarbeiter / Industriekaufmann '72". - Bestattet im Familiengrab der Familie Bengel in Stuttgart-Münster, in dem auch seine Tante Emmy Schreiber beerdigt ist. - Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft 1962 in Los Angeles. - Quelle: FamilySearch (März 2014; hier: California, County Marriages, 1850-1952; California, Southern District Court <Central> Naturalization Index, 1915-1976).

oo 22.09.1956 Los Angeles
SEITZINGER Marie Luise (Marylou) 69Jhr 5Mo
* 21.12.1932 † 25.05.2002 Lebensorte: Hamburg Los Angeles Stuttgart 
Eltern: Seitzinger Hans , Krauss Trini

Erhalt der amerikanischen Staatsbürgerschaft 1962 in Los Angeles. - Quelle: FamilySearch (März 2014; hier: United States Social Security Death Index; California, County Marriages, 1850-1952; California, Southern District Court <Central> Naturalization Index, 1915-1976).

1. Gottsleben Carolyn A. * 10.01.1965 Los Angeles  Qu: California births, 1905-1995


8.2
GOTTSLEBEN Wolf-Rüdiger rk Kaufmann, Raumgestalter (Innenarchitekt) < 7.2
* 07.06.1941 Braunschweig Lebensorte: Braunschweig Schernberg  
Eltern: Gottsleben Rudolf , Engelbarts Waltraud Ida Auguste

Wolf-Rüdiger Gottsleben ist ein passionierter Modellbauer von Eisenbahnanlagen. Veröffenlicht wurde eine seiner Modellanlagen unter dem Titel: Lindau im Bodensee. Lange Züge, vorbildgerechter Betrieb; eine Großanlage in 1:87 / Wolf-Rüdiger Gottsleben, Helge Scholz. Fürstenfeldbruck : Verlagsgruppe Bahn, 2011. 92 S.; mit Ill.; ISBN 978-3-89610-358-1. (Eisenbahn-Journal : Super-Anlagen ; 2011,2). - Kurzbeschreibung der Anlage: "Wann ist eine Modellbahnanlage super? Wenn sie eine herausragende Größe und Komplexität hat, wenn sie das gewählte Vorbild in puncto Optik und Betrieb stimmig interpretiert, und wenn sie bei alledem auf beispielhaftem Niveau gestaltet ist. Nur wenige private Anlagen können diesen Kriterien voll und ganz genügen, die meisten Super-Anlagen sind von Profis gebaute Arbeiten für Ausstellungszwecke. Was Wolf-Rüdiger Gottsleben im Maßstab 1:87 geschaffen hat, darf getrost als Super-Anlage bezeichnet werden nicht nur, weil die sich über mehrere Stockwerke erstreckt. Betrieb und Gestaltung sind in jeder Beziehung vorbildlich. Moderne Bahn in altem Bahnhof lautet das Motto und das findet in dem Inselbahnhof von Lindau im Bodensee einen Schauplatz mit Kultcharakter, der wie nur wenige andere Eisenbahngeschichte, Internationalität und Modernität miteinander verknüpft. Der kleine Bahnknoten im und am schwäbischen Meer ist dem Zustand der 1990er-Jahre nachempfunden. Da darf natürlich der Damm, über den der Bahnhof ans Festland und die dortigen Zulaufstrecken angebunden ist, nicht fehlen. Mit den typischen Zügen der dargestellten Epoche sie kamen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz entsteht hier ein Zeitkolorit, das nahezu alle Eisenbahnfans und Modellbahner aus eigener Anschauung noch kennen und schätzen. Dass Erbauer Wolf-Rüdiger Gottsleben noch lange nicht am Ende seiner Modellbahn-Leidenschaft angekommen ist, hebt die Vorfreude auf weitere Projekte. Anlagenteilstücke nach Motiven der Arlbergbahn und der Rheinstrecke, die er großzügig mit Lindau verbinden will, sind bereits in der Planung. Aber in der Ausgabe der Eisenbahn-Journal-Erfolgsreihe Super-Anlagen dreht sich zunächst alles um den Bahnhof Lindau in H0, um den Bau dieses Meisterwerks und den Betrieb darauf."

oo 03.05.1963 Braunschweig
GILS Heidrun 47Jhr 4Mo 3Wo Verkäuferin
* 17.12.1944 † 08.05.1992 Schwülper Lebensorte: Braunschweig Schwülper  

1. Gottsleben Michael * 08.01.1964 Braunschweig > 9.1
2. Gottsleben Silke * 11.08.1965 Braunschweig > 9.2
3. Gottsleben Saskia 24Jhr 11Mo * 08.06.1967 Braunschweig † 08.05.1992 Schwülper > 9.3
4. Gottsleben Mathias * 17.08.1968 Braunschweig > 9.4
5. Gottsleben Florian * 14.11.1975 Braunschweig > 9.5

oo 2 07.07.2006 Lindau/Bodensee
RUDAT Christel Renate Edith Pharmazie-Ingenieurin (Apothekerin)
* 23.11.1944 Oppeln Lebensorte: Eisenach Blankenburg Schernberg 
Eltern: Rudat Fritz Hermann , Skibbe Edith Hedwig Irmgard


8.3
GOTTSLEBEN Klaus rk Leitender Diplom-Bibliothekar (BiblAR) < 7.2
* 30.03.1945 Goslar Qu: Goslar 264/1945 Lebensorte: Braunschweig Hamburg Pennautier 
Eltern: Gottsleben Rudolf , Engelbarts Waltraud Ida Auguste

oo 22.08.1970 Carcassonne  Qu: Carcassonne 235/1970 TZ: Pierre Gayes, Antoine Izard
GAYES Michèle Jacqueline ob Studienrätin
* 19.11.1949 Carcassonne Qu: Carcassonne 1033 Lebensorte: Pennautier Hamburg  
Eltern: Gayes François Antoine Joseph , Izard Josette Albine Ernestine Georgette

1. Gottsleben Frédéric Elias * 17.10.1981 Hamburg  Qu: Hamburg Wandsbek/1896
2. Gottsleben Philippe François * 09.10.1988 Henstedt-Ulzburg  Qu: Henstedt-Ulzburg 1008/1988

Generation 9


9.1
GOTTSLEBEN Michael rk Werkmeister (VW Wolfsburg), Maurer < 8.2
* 08.01.1964 Braunschweig Lebensorte: Braunschweig Seershausen  
Eltern: Gottsleben Wolf-Rüdiger , Gils Heidrun

          oo 22.08.1986 Braunschweig
         
LAGES Melanie Friseuse
          * 22.06.1965 Braunschweig Lebensorte: Braunschweig Seershausen  
          Eltern: Lages Norbert , Jessen Monika

          1. Gottsleben Marie * 29.11.1996 Braunschweig


9.2
GOTTSLEBEN Silke < 8.2
* 11.08.1965 Braunschweig Lebensorte:  Schwülper  
Eltern: Gottsleben Wolf-Rüdiger , Gils Heidrun

           oo
         
KRAUSE Frank
          Lebensorte:  Schwülper  


9.3
GOTTSLEBEN Saskia 24Jhr 11Mo Fachverkäuferin < 8.2
* 08.06.1967 Braunschweig † 08.05.1992 Schwülper Lebensorte: Braunschweig Schwülper  
Eltern: Gottsleben Wolf-Rüdiger , Gils Heidrun

oo
JEBOK Volker
Lebensort: Eicklingen   

1. Jebok Josefine * 15.06.1986


9.4
GOTTSLEBEN Mathias Handwerker, Maschinenführer < 8.2
* 17.08.1968 Braunschweig Lebensorte: Schwülper Braunschweig  
Eltern: Gottsleben Wolf-Rüdiger , Gils Heidrun

           oo 02.12.1994 Braunschweig
         
ARNDT Susanne
          * 11.10.1971 Braunschweig Lebensort: Braunschweig   

          1. Gottsleben Patrick * 14.09.1991 Braunschweig
          2. Gottsleben Sarah * 23.11.1993 Braunschweig
          3. Gottsleben Niklas * 18.12.1998 Braunschweig


9.5
GOTTSLEBEN Florian Einzelhandelskaufmann, Heavy-Metal-Musiker < 8.2
* 14.11.1975 Braunschweig Lebensorte: Schwülper Braunschweig  
Eltern: Gottsleben Wolf-Rüdiger , Gils Heidrun

Florian Gottsleben war Gitarrist der Heavy-Metal-Band "Seventh Avenue". - Geschichte der Band: Im Jahre 1989 begannen ein paar Teenager, inspiriert von Heavy-Metal-Bands, selber Musik zu machen. Ihre CD wurde von einem kleinen Label veröffentlicht. Zwei Jahre später verließ der Sänger Joachim Klauenberg die Band, und der damals erst siebzehnjährige Gitarrist Herbie Langhans nahm den Platz als Sänger ein. Wegen des Wechsels fing die Band an, sich Gedanken über einen neuen Namen zu machen. Mit "Seventh Avenue" waren alle einverstanden. 1993 veröffentlichten sie ihre erste Demo "First Strike". Die Demo wurde weitaus erfolgreicher als erwartet, deshalb folgten viele Livekonzerte. Ein Jahr später planten sie, ihr neues Album "Rainbowland" aufzunehmen, doch wegen bandinterner Krisen verzögerte es sich. Der zweite Gitarrist verließ plötzlich die Band, daher musste Herbie beide Gitarren spielen. Nach einigen Monaten wurde das Album dennoch veröffentlicht, wieder mit einem großen Erfolg. 1996 unterschrieb die Band einen Vertrag über zwei CDs bei "Treasure Hunt Records". Sofort begannen sie mit der Aufnahme für ihr nächstes Album "Tales of Tales", mit welchem sie es auf den 18. Platz der japanischen Heavy-Metal-Charts schafften. 1997 verließ der Drummer Louis Schock die Band, und Mike Pflüger nahm seinen Platz ein. Andi Gutjahr wurde als Gastmusiker für das Album "Southgate" eingespannt, das 1998 erschien. 1999 verließ auch William Hieb die Band. So standen Herbie und Mike alleine da, jedoch fanden sie nach kurzer Zeit wieder einen Bassisten und jemanden für die zweite Gitarre: Geronimo Stade und Florian Gottsleben. Nicht lange nach der Einspielung folgten einige Konzerte. Da in Brasilien die Nachfrage nach der Band sehr groß war, kaufte das Label "Megahard Records" die Lizenzrechte für Südamerika an den CDs, so dass sie die Alben direkt in Brasilien pressten. Ende 2001 begannen die Aufnahmen für das Album "Between the worlds". Im September 2002 brach die Band zu einer Brasilientournee auf, die von "WMetal Concerts" und "Megahard Records" organisiert wurde. Zurück in Deutschland unterschrieben "Seventh Avenue" noch einen Vertrag mit dem Label Massacre Records, bei dem sie 2003 das Album "Between the Worlds" und 2004 "Eternals" veröffentlichten. Der Bassist Geronimo Stade verließ 2004 die Band und Markus Beck übernahm seine Stelle. Das Album "Terium", das erste Konzeptalbum der Band, ist am 28. März 2008 bei Massacre Records erschienen. 2009 erschien das Album "Southgate" von 1998 als Neuauflage bei "Ulterium Records". Die Band gab im September 2012 ihre Auflösung bekannt, wobei ein Teil der Bandmitglieder, eine neue Band unter anderem Namen gründen wollen. - Quelle: Wikipedia (August 2013).

oo 17.08.2004 Braunschweig
VU thi Tuyêt-Bang rk Apothekerin
* 25.01.1975 Baria (Vietnam) Lebensorte: Baria (Vietnam) Wilhelmshaven Braunschweig 

Der Vorname heißt "Tuyêt = Schnee" und "Bang = Eis". Tuyêt-Bang erhielt mit ihrer vietnamesischen Familie nach Ende des Vietnamkrieges Asyl in Deutschland.

1. Gottsleben thi Ngoc-Xuân ZOe * 24.12.1999 Braunschweig

Der Vorname heißt "Ngoc = Perle", "Xuân = Frühling" und "ZOe = das Leben".

Stand : 10.03.2014
Erstellt mit PC-AHNEN

Stand: März 2014
Klaus Gottsleben
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