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Krombach

Krombach ist ein Stadtteil der Stadt Kreuztal und wurde schon im Jahr 1221 erstmals urkundlich erwähnt.
   
Der Ort hatte anscheinend schon damals eine gewisse überregionale Bedeutung, denn durch ihn führte der bedeutende alte Fernhandelsweg Frankfurt-Soest. Zudem ist er ein Grenzort des Siegerlands zum Sauerland. Seit nunmehr 500 Jahren machen die Reisenden im Gasthof Hambloch Rast. Heute zeugen die Pferdetränke und Pferdehaltestangen vor dem Gasthof von dem regen Verkehr der damaligen Zeit. Auch am 300 Jahre alten Gasthof Zum Anker kann man heute noch Spuren erkennen. Der Name Krombach leitet sich von Krummer Bach ab. »Berentraph«, das heutige Ferndorf und vor der Stadtwerdung Namensgeberin der Amtsverwaltung, ist einer der am frühesten urkundlich belegten Siegerländer Orte. So stammt die erste Nachricht aus dem Jahre 1067. Bereits im ältesten Siegener Renteibuch erscheinen die Kirchspiele Ferndorf und Krombach als untere Steuerbezirke, also als Verwaltungseinheiten; sie werden von nun an immer häufiger Amt und Gericht genannt. In dieser Siegener Renteirechung von 1417/19 erscheint auch erstmals das alte »Erinstorff«, das heutige Ernsdorf, Ursprung der Gemeinde Kreuztal.
   
Eine große Einnahmequelle früherer Zeiten war der Vorspanndienst, der aufgrund des Durchgangsverkehrs florierte; denn von hier aus musste die Fracht in Richtung Norden über die Berge des Sauerlandes befördert werden. In Krombach wird das heute weltbekannte Krombacher Bier gebraut.

Pfarrkirche Krombach.
Erbaut um 1250 als St. Ludgerus.
 Der Hauptchor ist einjochig,
das Langhaus zweieinhalbjochig.
 Die Kanzel wurde im Jahre 1764
und der
Altartisch im Jahre 1781 hergestellt.
Der jetzige Turm wurde 1706 errichtet,
nachdem sein Vorgänger
durch einen Blitzschlag zerstört wurde

In Krombach wirkte Johannes Gottsleben
von 1604 bis 1612 als Pfarrer

Literatur

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Hoffmann, Ansgar u. Anne Schulte-Lefebvre: Ortsfamilienbuch Krombach, 1461–1795. Plaidt: Cardamina-Verl., 2009. [Auszug aus dem Vorwort: »Die hier ausgewerteten Kirchenbücher gehören zu den ältesten Deutschlands. (…) Als Persönlichkeiten ragen der Pfarrer Johann Gottsleben und der Bergmeister Johann Heinrich Jung hervor. Der eine als bedeutender Theologe seiner Zeit, der andere als einer der Vordenker des modernen Bergbaus und Onkel des über das Siegerland hinaus bekannten Augenarztes, Schriftstellers und Goethe-Freundes Jung-Stilling.«]

Stand: 2005 Klaus Gottsleben
Geändert: Mai 2009
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